Der Sinn des Strebens: Fulfilling Business

fulfilling Business

Die vier Erwartungsperspektiven an dein Business kennen

Das Reflektieren von Erwartungen ist zeitaufwendig und anstrengend. Also nix für einen Quick and Dirty-Workshop, sondern eher eine berufsbegleitende Lebensaufgabe voller Dynamik und Überraschungen. Wenn wir uns mutig und unkonventionell darauf einlassen, besteht unserer Meinung nach die größte Chance, ein langfristiges Business aufzubauen, auf dessen „Erfolg“ wir dann später mit eigenem Stolz, externer Anerkennung und gemeinsamer Zufriedenheit zurückblicken können. Ist das nicht eine schöne und beflügelnde Aussicht auf ein wahrhaft Fulfilling Business? Viel Vergnügen dabei!

Erwartungen kennen macht zukunftsfähig

Zugegeben, der erste Eindruck, der beim Lesen des nachfolgenden Textes entstehen kann, mag irritieren. Wir wollen jedoch keine Renaissance von sozialistischen oder kommunistischen Kampfparolen feiern, sondern angesichts der zunehmenden Probleme mit sozialen, ökonomischen, ökologischen und gesundheitlichen Entwicklungen dazu ermuntern, mit Hilfe des ganzheitlichen Fraimework-Ansatzes ein im wahrsten Sinne des Wortes zukunftsfähiges Business aufzubauen und weiterzuentwickeln, das die verschiedenen Erwartungen der verschiedenen Stakeholder erfüllt.

Entspannt ein paar Minuten darüber nachdenken, welche Erwartungen an unser Business gestellt werden

Schlagworte wie „Soziale Erwünschtheit, Zeitverzug, Dringlichkeit, wahr-genommene Verantwortung, öffentliche Meinung, Balance, Wandel, Gen Y, Nachhaltigkeit, etc.“ werden in diesem Zusammenhang sicherlich auftauchen. Warum also nicht einfach mal ganz entspannt ein paar Minuten darüber nachdenken, wie umfassend man die Erwartungen an unser Business sonst noch ermitteln kann. Zu diesem Zweck schlagen wir als Ausgangspunkt vier verschiedene Erwartungsperspektiven (ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit) vor:

Die Erwartungen der Trägersysteme erfüllen

Trägersysteme sind Systeme, die die „Last“ unseres Business tragen, z.B. Naturressourcen (Luft, Roh- und Brennstoffe, Deponien, …), gemeinschaftlich finanzierte und genutzte Infrastruktur (Verkehrswege, Verwaltungs- und Bildungssysteme, Energie- und Telekommunikationsnetze, …), Menschengruppen (Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden,…) und viele andere mehr. Solche Trägersysteme haben Erwartungen an einen korrekten Umgang mit ihnen. Manche dieser Erwartungen haben einen offiziellen und/oder rechtlich-verbindlichen Charakter, manche Erwartungen treten zeitversetzt auf eine widerspruchslose Art und Weise auf, z.B. durch Spätfolgen im Ökosystem. Im Fraimework-Ansatz stellen die Trägersysteme die bedeutsamsten Erwartungen an unser Business. Sie werden jedoch unserer Meinung nach derzeit am meisten ignoriert.

Die Erwartungen der Kapitalgeber erfüllen

Neben den Erwartungen der Kunden zählen diese Erwartungen sicherlich zu präsentesten. Üblicherweise fordern Kapitalgeber für die Überlassung von Kapital eine Verzinsung und/oder einen Risikoausgleich (für den möglichen Verlust des überlassenen Kapitals). Das erzeugt Druck, das eingesetzte Kapital zu vermehren. Klappt das nicht, führt die Nicht-Verzinsung oder gar der Verlust des Kapitals regelmäßig zum Einstellen des Business. Im besten Fall durch Liquidation, im schlechtesten Fall durch Insolvenz. Grundsätzlich ist die Gewinnerzielungs-absicht für ein Business überlebenswichtig. Moralisch-ethisch stellt sich die Frage, wieviel denn „genug“ ist. Sinnvolle Einrichtungen, wie kleingestückelte und börsengehandelte Firmenanteile in Form von Aktien, die ursprünglich einmal auch Geringverdienern die Chance zum Aufbau von Vermögen ermöglichen sollten, verkamen im Laufe der Zeit zu Spekulationsspielen. Die Aussicht auf schnell und leicht gewonnenes Geld aus solchen Spekulationen hat schon viele Menschen regelrecht verführt. Bei solchen Spekulationen verschwenden die Anleger oftmals (meistens?) keine Gedanken daran, wie und mit welchen Konsequenzen (z.B. für Träger-systeme und Beschäftigte) die wundersame Geldvermehrung stattfindet. Der Volksmund kennt dafür viele Redewendungen („Geld stinkt nicht“, „Geld verdirbt den Charakter“, „Geld verdirbt nicht den Charakter – es bringt ihn zum Vorschein“). Fakt bleibt: Durch den Erwerb von Geschäftsanteilen wird jeder zum Unternehmer mit der damit verbundenen Verantwortung. Vermutlich bereiten kapital- und liquiditätsbezogene Sorgen die größten Bauchschmerzen, da der Zeitraum zwischen Eintritt und negativer Auswirkung so (unglaublich) kurz sein kann.

Die Erwartungen der Beschäftigten erfüllen

Die Historie dieser Erwartungen ist weltweit geprägt von großen sozialen Spannungen und (teilweise gewalt-tätigen) Konflikten. Und sicherlich den meisten Lesern in irgendeiner Form bekannt. Daher gehen wir an dieser Stelle nicht näher darauf ein. Unser Fraimework-Ansatz legt Wert darauf, die Erwartungen ALLER Beschäftigten in der GESAMTEN Wertschöpfungskette, also vom Rohstoff bis zur Entsorgung, zu betrachten. Das ersetzt den klassischen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Konflikt durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise, die aufzeigen kann, welche Verantwortung unser Business gegenüber allen Beschäftigten hat, um deren (finanzielles) Überleben zu ermöglichen. Wir sollten hierbei auch im Auge halten, dass JEDE geschäftliche Betätigung letzt-endlich nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum privaten Konsum ist. Wir nehmen derzeit zwei starke Trends wahr: Zum einen, die Personalkosten so weit wie möglich zu reduzieren und zum anderen, einen ECHTEN Sinn in der Arbeit zu suchen. Das kann als Worst Case-Szenario dazu führen, dass unsere Welt voll von frustrierten arbeitslosen Menschen ohne Kaufkraft ist (angeblich teilen sich ja schon heute 99% der Weltbevölkerung 1% des Weltvermögens). Da unsere Wirtschaftsordnung seit Jahrhunderten auf privaten Konsum basiert, ist dieses Szenario keine angenehme Vorstellung…

Die Erwartungen der Kunden erfüllen

Warum erwähnen wir diese Erwartungen zuletzt? Ist nicht der Kunde das Wichtigste in unserem Business? Schon wieder so eine Diskussion mit der Chance auf philosophischen Austausch?! Fulfilling Business im Fraimework-Ansatz baut auf einer ausbalancierten Betrachtungsweise auf: Trägersysteme, Kapitalgeber, Beschäftigte und Kunden im Dialog auf Augenhöhe. So hart das für manche „Der Kunde ist König“-Fanatiker auch klingen mag – wir sehen dazu keine Alternative, wenn es um nachhaltiges (im Sinne von sinnvollem und langfristigem) Wachstum geht. Und wenn Wachstum auch nicht-monetäre Werte und Faktoren beinhalten soll. Wir sollten auch nicht meinen zu wissen, was unser Kunde wirklich will (eine Lastenhefterstellung dauert seine Zeit und sollte gemeinsam durchgeführt werden). Interessanterweise können Kunden oftmals ihre Erwartungen gar nicht spontan formulieren. Und viele Wünsche entstehen erst durch seriöses Bewerben oder unseriöses Verführen durch die Verkäufer. Kennen wir die echten Wünsche unsere Kunden, können wir eine passgenaue Customer Journey entwickeln.

Fazit und Empfehlung

Der vorgenannte Text soll bewusst ein wenig aufrütteln und neue oder ungewohnte Gedanken anregen. Auch wenn’s dabei manchmal ein wenig unangenehm werden kann. Fulfilling Business gründet auf dem soliden Fundament der Erwartungshaltungen aller Beteiligten. Das Ermitteln von möglichst vielen Erwartungen ist genauso zeitaufwendig und anstrengend wie das Erfüllen jener Erwartungen. Also nix für einen Quick and Dirty-Workshop, sondern eher eine berufsbegleitende Lebensaufgabe voller Dynamik und Überraschungen. Wenn wir uns mutig und unkonventionell darauf einlassen, besteht unserer Meinung nach die größte Chance, ein langfristiges Business aufzubauen, auf dessen „Erfolg“ wir dann später mit eigenem Stolz, externer Anerkennung und gemeinsamer Zufriedenheit zurückblicken können. Ist das nicht eine schöne und beflügelnde Aussicht auf ein wahrhaft Fulfilling Business? Viel Vergnügen dabei!

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